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PV-Überschuss

9,99 €

Verbrauchen, wenn das Dach liefert.

Schaltet bis zu 10 Verbraucher in Stufen, abhängig vom PV-Überschuss. Mit Mindestlaufzeit, Verzögerung, Temperaturgrenze und Vorrang für die Batterie.

Artikelnummer: smo-pv-ueberschuss-smolabs Kategorien: , Schlagwort:
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Beschreibung

Logikbaustein: Er schaltet Verbraucher in bis zu 10 Stufen abhängig vom PV-Überschuss, z. B. einen Heizstab, eine Wärmepumpen-Freigabe über SG-Ready (Schnittstelle, über die eine Wärmepumpe Strom-Überschuss gemeldet bekommt), eine Wallbox-Freigabe, eine Pool-Pumpe oder eine Klimaanlage.

Gerät
Gira X1
Version
1.0.0
Lizenz
Ein Schlüssel je X1 (MAC-Adresse), dauerhaft nutzbar
Thema
Energie

Anleitung

Eingänge

Eingang Bedeutung
Freigabe Aus = sofort alles aus. Vorgabe: Ein
Aktuelle Leistung (W) Je nach Messpunkt die Einspeisung am Netzanschlusspunkt (positiv = Einspeisung, negativ = Bezug) oder die PV-Erzeugung
Hausverbrauch (W, nur PV-Erzeugung) (ausgeblendet) Wird beim Messpunkt „PV-Erzeugung“ abgezogen
Ist-Temperatur (ausgeblendet) Optional. Unbeschaltet wird keine Temperatur ausgewertet
Batterie-SoC (%) (ausgeblendet) Ladezustand der Batterie, optional. Unbeschaltet gibt es keinen Batterie-Vorrang
Batterie-Leistung (W, + = Laden) (ausgeblendet) Nur für „Batterieladung als verfügbar werten“

Messpunkt

Parameter „Messpunkt der Leistung“:

Messpunkt Verfügbare Leistung
Netzanschlusspunkt (Vorgabe) Einspeisung + Leistung der eingeschalteten Stufen. Der Zähler sieht die Verbraucher schon, deshalb wird ihre Leistung wieder dazugerechnet
PV-Erzeugung Erzeugung − Hausverbrauch

Kommt der Wert mit umgekehrtem Vorzeichen (Bezug positiv), „Leistung invertieren“ (ausgeblendet) einschalten.

Stufen und Schaltart

„Anzahl Stufen“ (1 bis 10, Vorgabe 3) legt fest, wie viele Parameter „Leistung Stufe N (W)“ und Ausgänge „Stufe N“ der Baustein hat. Ändert man den Wert, erzeugt das GPA (Gira Projekt Assistent) die Ein- und Ausgänge neu. Vorgabe für „Leistung Stufe N (W)“ ist N × 500 W. Eine Stufe mit 0 W und alle Stufen dahinter werden nicht geschaltet.

Schaltart Wirkung Leistung bei Stufe N
Umschalten (Vorgabe) Es ist immer nur Ausgang N an, z. B. Heizstab mit 500/1000/1500 W Leistung Stufe N
Zuschalten Ausgänge 1 bis N sind an, z. B. drei Heizstäbe je 1000 W Summe Stufe 1 bis N

Die Stufen müssen mit steigender Leistung eingetragen werden.

Regelung

  1. Verfügbar ist die Leistung nach Messpunkt, bei Bedarf plus Batterie-Ladeleistung, plus „Erlaubter Netzbezug“.
  2. Hochschalten auf die nächste Stufe, wenn deren Leistung ≤ verfügbar − Hysterese.
  3. Herunterschalten um eine Stufe, wenn die Leistung der aktuellen Stufe > verfügbar.
  4. Hoch- bzw. Herunterschalten passiert erst, wenn die Bedingung die Ein- bzw. Ausschaltverzögerung lang ununterbrochen erfüllt ist. Es wird eine Stufe pro Schritt geschaltet.
  5. Nach jedem Schalten wird frühestens nach der Mindestlaufzeit heruntergeschaltet. Nach jedem Herunterschalten wird frühestens nach der Mindestpause wieder hochgeschaltet.
  6. Beim Umschalten gehen zuerst die alten Ausgänge aus und nach der Umschaltpause die neuen an.

Beispiel (Netzanschlusspunkt, Umschalten, 500/1000/1500 W, Hysterese 100 W): Bei 700 W Einspeisung startet nach der Einschaltverzögerung Stufe 1. Der Zähler zeigt danach 200 W Einspeisung, verfügbar sind 200 + 500 = 700 W. Für Stufe 2 müssten es 1100 W sein, Stufe 1 bleibt. Fällt die Einspeisung auf −100 W (Bezug), schaltet der Baustein nach der Ausschaltverzögerung aus.

Sperren

Sperre Wirkung
Freigabe aus Sofort aus, auch während der Mindestlaufzeit
Watchdog Kommt länger als „Watchdog (min, 0 = aus)“ kein neuer Leistungswert, sofort aus. 0 = aus
Temperatur Aus ab Ist ≥ Soll, wieder frei ab Ist ≤ Soll − Temperatur-Hysterese. Sofort, auch während der Mindestlaufzeit
Mindest-SoC Liegt der Ladezustand unter „Mindest-SoC (%, 0 = aus)“, wird nicht eingeschaltet. Läuft der Baustein schon, schaltet er nach Ausschaltverzögerung und Mindestlaufzeit aus. 0 = aus

WICHTIG: Ein Warmwasserspeicher muss einen eigenen Sicherheitstemperaturbegrenzer haben, der den Heizstab bei der vom Hersteller vorgegebenen Maximaltemperatur abschaltet. Das kann nicht mit KNX-Komponenten abgebildet werden.

Batterie-Vorrang

  • „Mindest-SoC“: Erst ab diesem Ladestand bekommen die Verbraucher Überschuss, darunter lädt die Batterie.
  • „Batterieladung als verfügbar werten“: Die aktuelle Ladeleistung zählt als verfügbar, der Verbraucher hat dann Vorrang vor der Batterie. Am Netzanschlusspunkt ist die Ladeleistung sonst unsichtbar, weil der Wechselrichter den Überschuss in die Batterie schiebt.

Mehrere Verbraucher nach Priorität

„Restleistung“ ist die verfügbare Leistung (ohne erlaubten Netzbezug) abzüglich der eingeschalteten Stufen. Den Ausgang an „Aktuelle Leistung“ eines zweiten Bausteins mit Messpunkt „PV-Erzeugung“ und Hausverbrauch 0 anschließen. Der zweite Baustein bekommt dann nur, was der erste übrig lässt.

Weitere Parameter

Alle folgenden Parameter sind standardmäßig ausgeblendet und lassen sich im GPA am Baustein einblenden.

Parameter Vorgabe Bedeutung
Leistung invertieren aus siehe „Messpunkt“
Erlaubter Netzbezug (W) 0 So viel Netzbezug wird in Kauf genommen. Verschiebt Ein- und Ausschaltpunkt
Hysterese (W) 100 Abstand zwischen Ein- und Ausschaltpunkt
Einschaltverzögerung (s) 60
Ausschaltverzögerung (s) 60
Mindestlaufzeit (min) 0
Mindestpause (min) 0
Umschaltpause (ms) 500
Glättung (s) 0 Gleitender Mittelwert über die Messwerte dieser Zeit, 0 = letzter Wert
Watchdog (min, 0 = aus) 0 siehe „Sperren“
Soll-Temperatur 60 In der Einheit von „Ist-Temperatur“, üblicherweise °C
Temperatur-Hysterese (K) 5 In Kelvin, also Grad Unterschied (5 K = 5 °C)
Mindest-SoC (%, 0 = aus) 0 siehe „Batterie-Vorrang“
Batterieladung als verfügbar werten aus siehe „Batterie-Vorrang“

„Lizenzschlüssel“ ist sichtbar, siehe „Lizenz“.

Ausgänge

Ausgang Bedeutung
Stufe 1 … N Schaltausgänge
Aktive Stufe 0 = aus
Geschaltete Leistung (W) Leistung der eingeschalteten Stufen
Restleistung (W) (ausgeblendet) Für einen nachgeschalteten Baustein, siehe oben
Lizenzstatus Ergebnis der Lizenzprüfung
Zustand z. B. „Stufe 1, Hochschalten in 45 s (Verzögerung)“, „Aus (Soll-Temperatur erreicht)“

Lizenz

Der Lizenzschlüssel wird im GPA im Parameter „Lizenzschlüssel“ eingetragen. Der Baustein prüft ihn beim Start auf dem X1, offline und gebunden an die MAC-Adresse des X1. Der Ausgang „Lizenzstatus“ zeigt das Ergebnis, bei einem Schlüssel für ein anderes Gerät auch die MAC-Adresse dieses X1. Ohne gültigen Schlüssel bleibt der Baustein untätig. In der Simulation des GPA am PC läuft er ohne Lizenzprüfung, damit sich Logikblätter testen lassen.

Läuft eine Testlizenz ab, schaltet der Baustein zum Ablaufzeitpunkt alle Stufen aus und bleibt bis zu einem neuen Schlüssel untätig. Den Schlüssel erhältst du beim Kauf über smolabs.de.

Verwendetes Icon: https://www.flaticon.com/de/kostenlose-icons/photovoltaik Photovoltaik Icons erstellt von Khoirul Huda – Flaticon

Changelog

Version 1.0.0
  • Erste Version.

Kompatibilität mit Gira X1 und Gira HomeServer

Die Funktion ist nur für die hier genannten Firmwarestände zugesichert. Vor einem Firmware-Update des Geräts bitte diese Tabelle prüfen.

Baustein-VersionGerät und FirmwareStatus
1.0.0Gira X1, Firmware 4.0.350Kompatibel
1.0.0Gira X1, Firmware 3.0.52Kompatibel
1.0.0Gira X1, Firmware 2.8.874Kompatibel
1.0.0Gira X1, Firmware 2.8.869Kompatibel
1.0.0Gira X1, Firmware 2.8.858Kompatibel
1.0.0Gira X1, Firmware 2.7.585Kompatibel

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